Stimmungsschwankungen mit Osteopathie behandeln

Aktualisiert: 9. Juli 2019



Wie kann Osteopathie bei Depressionen helfen?


Eine spannende Frage.


Zuerst wäre einmal zu definieren: Was ist eigentlich eine Depression? Laut dem klinischen Wörterbuch Pschyrembel ist die Definition folgende:


„Ei­ne depressive (lat. nieder­drü­ckend) Störung liegt vor, wenn mindestens zwei der folgen­den Symptome mehr als zwei Wo­chen vor­liegen:

1. Depressive Stimmung 2. In­ter­es­sen­verlust, Freud­lo­sigkeit 3. Antriebsmangel, er­höh­te Er­müdbar­keit.“


Depressive Formen haben unterschiedliche Verläufe. Von der schweren Depression der Melancholie über die Wochenbettdepression, Altersdepression bis hin zur saisonalen Depression gibt es unendlich viele Formen und somit auch unterschiedlich schwere und leichte Verläufe.


In der Osteopathie bzw. in meiner Praxis betreue ich Patienten mit leichteren Verläufen. Sogenannte neurotische Depressionen, zum Beispiel Wochenbettdepressionen, Altersdepression. Endogene Depressionen zu behandeln, obliegt dem Psychiater.


Was für einen therapeutischen Ansatz hat der Osteopath? Zwei grundsätzliche Ansätze verfolge ich in meiner Behandlung. Eine ist die Erkenntnis, dass sich traumatische Ereignisse in den Faszien verankern. Der wunderbare Serge Paoletti drückte es so aus:


„Faszien stehen mit den Zellen im permanenten Dialog und stellen eine Kommunikation zwischen extrazellulär (außerhalb der Zelle) und intrazellulären (innerhalb der Zelle) Milieu sicher. Eine Art Schutzschild. Man spricht von einem peripheren Gehirn. Faszien sind eine zelluläre Erinnerung.“


Diese Erfahrung nehme ich in meiner Behandlung auf und nutze die Faszientechniken der Osteopathie, um einer Dysbalance entgegenzuwirken. Depressionen können sich nach Verlust eines geliebten Menschen oder eines traumatischen Ereignisses manifestieren. Das spiegelt sich in den Faszien wieder.


Der zweite Ansatz ist das Vegetativum, das sich teilt. Wir haben einen beruhigenden Teil, den sogenannten Parasympathikus. Der sozusagen auf die Bremse drückt. Und einen anregenden Teil, den Sympathikus. Der auf das Gas drückt. Das Vegetativum ist an sehr viele, fast allen Körpervorgängen beteiligt. Die beiden Anteile integrieren sich bei der Verdauung genauso wie im Hormonsystem. Um nur einige wenige zu nennen.


Der Parasympathikus hat seinen „Ursprung“ im verlängerten Rückenmark der sogenannten Medulla oblongata diese befindet sich im Kopf Hals und der zweite Teil im Bereich d. Kreuzbeines. Der Sympathikus hat seinen „ Ursprung“ im Brust/Lenden Bereich. Diese Zweige nutze ich in meiner Behandlung, um dem Körper zu helfen, ein Gleichgewicht wiederherzustellen.


Der Vollständigkeit halber ist noch anzuführen, dass natürlich zuerst die Gesamtheit ganz individuell betrachtet wird. So kann die Osteopathie dem Körper, dem Geist unterstützen bei depressiver Verstimmtheit.


Sollten Sie Fragen haben, dann rufen Sie mich gerne an: 0 44 51 - 8 00 13 58.